LandNews

02.10.2017 14:11
Landes- und Gebietssieger des Berufswettbewerbes zu Besuch in Brüssel

Beim Berufswettbewerb der deutschen Landjugend wurden dieses Jahr die besten Nachwuchskräfte in den Grünen Berufen gesucht. Auch aus Rheinland-Pfalz nahmen zahlreiche Auszubildenden und Fachschüler erfolgreich an dem Wettbewerb teil. Die Landes- und Weinanbaugebietssieger wurden nun mit einer Fahrt nach Brüssel belohnt. Die Landesjugendverbände RheinhessenPfalz und Rheinland-Nassau hatten die jungen Talente als Zeichen der Wertschätzung zu diesem interessanten Trip eingeladen. Neben Betriebsbesichtigungen und dem Kennenlernen der Europastadt Brüssel, stand vor allem der Austausch zwischen den vier Berufssparten Hauswirtschaft, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Weinbau im Fokus.

Früh morgens ging es für die Teilnehmer aus dem südlichen Rheinland-Pfalz in Alzey los. In Koblenz und Wittlich stiegen später die Mitfahrer aus dem nördlichen Landesteil dazu. Erste Station auf der Hinreise war der Hof Dick in der Eifel, der einzige Hopfenbetrieb in Rheinland-Pfalz. Für die Teilnehmer war es besonders interessant, eine für die Region untypische Kultur kennen zu lernen. Der „Bitburger Siegelhopfen“ wurde schon mehrfach als bester Hopfen Deutschlands ausgezeichnet und steht im Hinblick auf die Qualität dem Hopfen aus den größeren Anbaugebieten in nichts nach. Neben der Besichtigung eines Hopfengartens konnten die Teilnehmer noch miterleben, wie die Dolden maschinell von der Pflanze getrennt werden.  Nach dem informativen Rundgang und einer kleinen Stärkung ging es für die Teilnehmer weiter nach Belgien. Besichtigt wurde dort zunächst der Fleckviehbetrieb Birkenhof in Schoppen. Der Betrieb hat als einer der ersten Betriebe in Belgien mit Einkreuzungen von Fleckvieh aus Süddeutschland begonnen. Das Besondere für die Teilnehmer war die riesige Heuhalle und die dafür eingebaute Heutrockenanlage, welche der Betrieb für die Umstellung auf Heumilchproduktion errichtet hat. Für ein paar Mutige ergab sich auch die Gelegenheit, im Heukran in luftiger Höhe mitzufahren – ein besonderes Erlebnis. Nach dem kurzweiligen Aufenthalt in Schoppen stand die letzte Station des Tages an. In der Abtei Val-Dieu erhielten die Berufswettbewerbssieger einen Einblick in das Leben der Mönche. Bei der Besichtigung der angeschlossenen Brauerei wurde dann der Unterschied zwischen Abtei- und Trappistenbier und die Wichtigkeit der Braukunst in Belgien erläutert. Nach einem ereignisreichen ersten Tag konnte nach der Ankunft in Brüssel noch die Stadt bei Nacht erkundet werden.

Am nächsten Tag waren die Teilnehmer der Fahrt dann zu Gast im Brüsseler Büro des Deutschen Bauernverbandes e.V. und bei der rheinland-pfälzischen Vertretung bei der Europäischen Union. Hier die Aufgaben der EU-Institutionen Brüssel erklärt und aktuelle Themen auf europäischer Ebene angesprochen. Natürlich durfte an diesem Tag eine Besichtigung des Europäischen Parlamentes in Brüssel nicht fehlen. Abgerundet wurde das Programm mit einer Stadtführung, bei der die Schönheiten der belgischen Hauptstadt bewundert werden konnten. Als kleines Andenken an die Reise nahmen viele für die Daheimgebliebenen köstliche, belgische Pralinen mit. Leider fanden Diebe, die nachts in den Bus eingebrochen waren, diese ebenfalls so lecker, dass die Mitbringsel am Morgen verschwunden waren. Von weiterem Schaden blieb die Gruppe zum Glück verschont und so konnte nach der Klärung der Formalitäten bei der Polizei die Heimreise angetreten werden.

Auf der Rückreise stoppte die Gruppe dann noch bei dem belgischen Weingut Chateau Bon Baron in Dinant, bei dem die Teilnehmer einen Einblick in den belgischen Weinbau bekamen. Besonders interessant für die Nachwuchswinzer war es die Entstehungsgeschichte des Betriebes zu hören, da das Weingut eine Neugründung ist und zu Beginn mit vielen Herausforderungen zu kämpfen hatte. Nach einem sehr guten Austausch über belgische und deutsche Weinkultur war der letzte Halt auf der Rückreise der Milchviehbetrieb Raymond Geiben in Burg-Reuland, ebenfalls in Belgien. Die Betriebsbesichtigung war nicht nur für die Landwirte interessant, auch die Teilnehmer der anderen Sparten konnten einiges über die Milchproduktion erfahren und durften zum Abschluss frische Kuhmilch verkosten.

Nach einer ereignisreichen und sehr informativen Fahrt viel das Fazit sehr positiv aus. Auch waren sich alle einig, dass der Berufswettbewerb eine einmalige Erfahrung ist und jeder, der die Möglichkeit hat, daran teilnehmen sollte. Der nächste Berufswettbewerb der deutschen Landjugend findet im Jahr 2019 statt.


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