LandNews

21.06.2017 08:46
Landjugend im rheinland-pfälzischen Bildungsministerium

Am 09.06.2017 trafen sich Vertreter der Landjugendverbände RheinhessenPfalz und Rheinland-Nassau mit dem Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Bildungsministerium, Hans Beckmann, zu einem Gespräch über die landwirtschaftliche Bildung in Schulen.

Abgesandte der Landjugend RheinhessenPfalz und Rheinland-Nassau mit Staatssekretär Beckmann

Dabei war das größte Anliegen der Landjugend, dass die Schüler besser auf ihre Rolle als verantwortungsbewusste Verbraucher vorbereitet werden. Dies könne jedoch nur gelingen, wenn sich die Kinder und Jugendlichen schon während ihrer Schulzeit durchweg mit entsprechenden Themen auseinandersetzen und wissen, welche Auswirkungen ihr Konsumverhalten auf den Lebensmittelmarkt und damit auch auf die Produktion in den Betrieben haben kann. Zwar werden an Grundschulen schon Projekte durchgeführt, an weiterführenden Schulen jedoch sind diese fast nicht mehr zu finden. Aber gerade in der Phase, in der die Jugendlichen zu selbstständigen Verbrauchern werden und ihr Konsumverhalten geprägt wird, seien solche Projekte besonders wichtig.

Die Landjugend sieht das als grundlegendes Problem und forderte deshalb, das Thema Landwirtschaft und Ernährung fest in den Lehrplänen zu verankern. Auch möchte sich die Landjugend für eine objektive, neutrale Gestaltung der Inhalte rund um das Thema Landwirtschaft in Lehrplänen und Schulbüchern einsetzen. Tendenziöse und wertende Begrifflichkeiten wie „Massentierhaltung“ sollten gestrichen werden. Wichtig sei aber die Beleuchtung aller Produktionsarten in der Landwirtschaft, damit Kinder und Jugendliche ihre zukünftigen Kaufentscheidungen auf Basis eines breiten Wissens treffen können. Eine Qualifizierung der Schüler könne jedoch nur stattfinden, wenn die Lehrer selbst über entsprechende Fachkompetenz verfügen und auf gute Unterrichtsmaterialien zurückgreifen können.

Staatssekretär Beckmann, der vor seiner Zeit in der Politik selbst Lehrer war, sicherte der Landjugend Unterstützung bei der Kontaktaufnahme für entsprechende Projekte an den Schulen zu. Auch erachtete er es als wichtig, eine wertneutrale Darstellung der Landwirtschaft in den Unterrichtssälen in Rheinland-Pfalz zu haben.

Weitere Themen wie Schulgärten und der Lernort Bauernhof kamen zur Sprache. Hier war man sich einig, dass solche Projekte auch zukünftig erhalten bleiben sollen. Sie bieten den Schülern in einem außergewöhnlichen Rahmen die Möglichkeit, in der gesamten Bandbreite der Fächer, von Mathematik über Chemie, Kunst, Deutsch, Erdkunde, bis hin zu Naturwissenschaften, etwas zu lernen. Im Hinblick auf mögliche Schließungen von Grundschulen versicherte der Staatssekretär, dass zunächst lediglich eine Prüfung vorgenommen wird. Hier hofft die Landjugend, dass diese Prüfung nicht zu Schließungen führt und alle Grundschulen im ländlichen Raum erhalten bleiben, da ansonsten Bleibeperspektiven für junge Familien verloren gehen würden.

Text und Bild: Landjugend


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