Positionspapier des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL)
Strategische Ausrichtung des Deutschen Weinbaus in Bezug auf Anbaupotenzial, Qualität und Weinvermarktung
Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) ist die Nachwuchsorganisation des Deutschen Weinbauverbandes. Er ist das Sprachrohr der JungwinzerInnen aus allen deutschen Anbaugebieten, bündelt die Interessen der jungen WinzerInnen und vertritt sie gegenüber Politik und Verbänden.
Im Jahr 2009 hat der Arbeitskreis Deutscher JungwinzerInnen im BDL intensiv die Zukunft des Deutschen Weinbaus und die Forderungen der nachfolgenden Winzergeneration diskutiert. Auf Grundlage dieser breiten Diskussion stellt der BDL seine Vision für den Deutschen Weinbau vor:
1. Präambel
Der Strukturwandel der deutschen und europäischen Weinwirtschaft wird sich in den nächsten Jahrzehnten weiter beschleunigen. Heute tummeln sich viele Anbieter auf dem internationalen Weinmarkt, die die unterschiedlichsten Produkte anbieten. In den nächsten 15 Jahren erwarten wir eine starke Marktkonzentration auf allen Ebenen und eine tiefgehende Spezialisierung in den Bereichen Weinbau, Kellerwirtschaft und Vermarktung. Es wird eine zunehmende Marktspaltung in günstige und qualitativ zufriedenstellende Massenweine mit cleveren Marken auf der einen Seite und hochwertigen, handgemachten Weinen von kleineren und mittleren Weinbauunternehmen auf der anderen Seite geben.
Der entscheidende Schritt in die Zukunft des deutschen Weinbaus stellt die zielgerichtete Umsetzung der europäischen Weinmarktordnung (WMO) in Deutschland und deren Überarbeitung in Europa dar. Die europäische Weinmarktordnung muss zum Ziel haben, die bestehenden Weinbauregionen mit ihren ErzeugerInnen zu stärken.
Weinmarkt 2025
Der Weinmarkt 2025 wird größeren Schwankungen unterworfen sein; die Politik hat sich aus der Marktbeeinflussung zurückgezogen. Die Kaufentscheidung wird zunehmend am Regal getroffen und clevere Markenkonzepte bestimmen das Angebot. Deshalb sind stark geschützte Herkünfte von hoher Bedeutung für die WeinerzeugerInnen. Die Unverwechselbarkeit der Regionen lässt sich mit dem Schutz der Herkunft und durch die Einheit von Weinqualität, Tourismus, Gastronomie und dem Lebensgefühl der Weinregion sicher stellen. Nicht zuletzt lassen sich so auch höhere Weinpreise der traditionellen Weinregionen erzielen.
2. Umsetzung der Europäischen Weinmarktordnung (WMO)
Im Rahmen der Umsetzung der Europäischen Weinmarktordnung sind bis 2025 folgende Ziele zu erreichen:
- ein einfaches, klar verständliches Bezeichnungsrecht
- stark geschützte Herkünfte
- Stärkung der ErzeugerInnen und Verzicht auf marktverzerrende Maßnahmen
- Bürokratieabbau
Im Kern des Europäischen Weinmarktes stehen die traditionellen Weinanbaugebiete zusammen mit der unverwechselbaren Kulturlandschaft und ihren WinzerInnen.
Für uns JungwinzerInnen besteht die Zukunft in klar profilierten Herkünften. Die WeinkundInnen müssen wissen, für was die Weinbaugebiete stehen und sich bei deren Bezeichnung auf eine hohe Qualität verlassen können.
Umsetzung des EU-Weinbezeichnungsrechts in Deutschland
Wir JungwinzerInnen fordern eine einfache, verständliche und dem Weinkonsumenten klar zu vermittelnde Weinbezeichnung in Form einer Qualitätsweinpyramide!
Es gibt eine EU-weite Unterscheidung in Wein, Wein geschützter geographischer Angaben (g.g.A.) und Wein geschützter Ursprünge (g.U.), wie sie aktuell in der europäischen Weinmarktordnung vorgesehen ist. Besonders bei den geschützten Ursprüngen braucht es eine detaillierte Profilierung engerer Herkünfte in:
1. Rebsortenwein der Region, sog. Regionsweine / Gutsweine
2. Ortsweine
3. Lagenweine
Zur Profilierung der Weinkategorien der geschützten Ursprünge müssen strenge Vorgaben zur Steuerung der Qualität und des Ertragspotenzials der einzelnen Stufen gemacht werden.
Hektarhöchstertrag
Für die oben beschriebenen Weinkategorien sind folgende Hektarhöchsterträge festzulegen:
Geschützte Ursprungsbezeichnung
Lagenwein 60 hl/ha
Ortswein 75 hl/ha
Regionswein / Gutswein 105 hl/ha
Geschützte geographische Angabe 120 hl /ha
Wein 200 hl/ha
Jedoch ohne Angabe von Jahrgang und Rebsorte
Prädikate
Die JungwinzerInnen empfehlen die Prädikate den restsüßen Weinen vorzubehalten.
Lagenweine
Lagenweine stellen die Spitze der Qualitätspyramide dar. Um sie zu profilieren, müssen Lagen als solche authentisch und klar nachvollziehbar sein. Zum Schutz und zur Alleinstellung der Einzellage fordern wir, alle Großlagen bis zum Jahr 2015 abzuschaffen. In der Übergangszeit bis zur Abschaffung müssen alle Großlagen speziell gekennzeichnet werden.
Zulassung neuer Herkunftsbezeichnungen
Die Umsetzung der neuen Weinbezeichnung muss zwingend deutschlandweit einheitlich geregelt sein. Die Zulassung neuer g.U. und g.g.A. kann nur durch eine bundesweite Institution erfolgen.
3. Anbaupotenzial - EU Pflanzrechte
Wie bereits unter 2. Umsetzung der Europäischen Weinmarktordnung (WMO) beschrieben, wird sich der Weinmarkt in den nächsten Jahrzehnten drastisch verändern. Die vielen MarktteilnehmerInnen, die heute auf den Märkten vertreten sind, wird es in 15 Jahren nicht mehr geben. Ein von der EU vorgegebenes Regelsystem für Wein muss - wie unter 2. beschrieben - dazu beitragen, die geschützten Gebiete zu stärken und zukunftsfähig zu gestalten, anstatt den Strukturwandel zu behindern und unnötigen Kostendruck auf der Angebotsseite zu erzeugen, wie im derzeitigen Pflanzrechtesystem der Fall ist.
Erfolgreiche Winzerinnen und Winzer müssen genauso die Chance haben zu wachsen, am Markt aktiv zu sein und Arbeitsplätze zu schaffen, wie Schwache die Möglichkeit haben müssen, aus dem Weinbau auszusteigen, anstatt nur einseitig die Quote zu verwalten.
Wir brauchen eine Stärkung der geschützten Ursprünge durch konsequentes Qualitätsmanagement und gezielte Profilierung. Dies stärkt die regionale Identität und die ländlichen Regionen samt ihrer Besonderheiten, wie beispielsweise Steillagen oder Terrassen, und macht sie zukunftsfähig für den Weinbau und den Weintourismus. Diese starken geschützten Ursprünge brauchen keine Pflanzrechte. So werden nachhaltig Produktionskosten und der Bürokratieaufwand gesenkt.
Wir fordern von der Politik und der Deutschen Weinwirtschaft, den Ausstieg aus dem System der Pflanzrechte aktiv mitzugestalten und bis 2015 in ein neues System stark geschützter Herkünfte zu überführen. In der Umsetzung zur geschützten Herkunft ist die derzeitig bestockte Fläche als Fläche geschützter Ursprünge heranzuziehen.
4. Vermarktung
Für eine erfolgreiche Vermarktung und Kommunikation deutscher Weine ist eine gemeinsame Dachorganisation unabdingbar.
Deutsche Weinwerbung
Nur diese gemeinsame Weinwerbung „Deutsche Weine“ kann außerhalb Deutschlands für deutsche Weine werben. Ein entscheidender Werbe- und Imageträger der „Deutschen Weine“ ist dabei die Deutsche Weinkönigin.
Als zentrale Aufgaben der deutschen Weinwerbung sehen wir JungwinzerInnen folgende:
- Imageträgerin Deutsche Weinkönigin
- die Exportförderung im Ausland
- die zentrale Marktforschung und Marktberichterstattung
- Kommunikation der Qualitätsweinpyramide
- Aufklärung über gesundheitsfördernde Wirkung von Wein und Suchtprävention
- Verwaltung der EU-Fördermittel für nationales und europäisches Marketing sowie Drittlands-Marketing
Die deutsche Weinwerbung finanziert sich zu 51% aus Mitteln der Winzerinnen und Winzer. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) stellt zur Unterstützung und Verwirklichung hoheitlicher Aufgaben 49% der Haushaltsmittel zur Verfügung.
Regionale Weinwerbung
Die regionalen Weinwerbungen werden analog der Umsetzung der WMO in sogenannte Branchenorganisationen der geschützten Ursprungsbezeichnungen und geschützten geographischen Angaben umgewandelt. Sie erfüllen die Aufgaben der Branchenorganisation in der Region und vermarkten ihre Weine und die Region bundesweit. Sie finanzieren sich durch eine 50%-Umlage der Mittel der deutschen Weinwerbung.
Positionspapier der Landjugend RheinhessenPfalz zur Förderung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen
Viele Landwirte sehen in dem Bau von Photovoltaikanlagen die Chance einer zusätzlichen Einkommensquelle angesichts der aktuell schwierigen Lage auf den landwirtschaftlichen Märkten. Dies sollte sich aber vor allem auf Dachanlagen und weniger auf Freiflächenanlagen beziehen, damit die Produktion von Nahrungsmitteln weiterhin gewährleistet ist und landwirtschaftliche Nutzflächen für die landwirtschaftliche Produktion genutzt werden. Desweiteren soll das Problem der Flächenkonkurrenz nicht weiter verstärkt werden.
Erklärtes Ziel der Landjugend RheinhessenPfalz ist es, den Bau von Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen zu verbieten und vorrangig die Nutzflächen von Dach-, Konversions- und ehemaligen Deponieflächen zu fördern. Weiterhin sollte die Nutzung von nicht-landwirtschaftlichen Flächen bevorzugt werden. Agrarstrukturelle Belange sollen bei der Standortwahl besonders berücksichtigt werden. Desweiteren darf kein zusätzlicher Flächenverbrauch durch Ausgleichsflächen entstehen.
Durch Förderung der Photovoltaik-Freiflächenanlage darf es nicht zu einem Flächennutzungskonflikt kommen. Die Vorgabe, nach der Freiflächenanlagen nur auf Grünflächen zugelassen werden, die vorher von Ackerland in Grünland umgewandelt wurden, kann nicht akzeptiert werden. Eine solche Beschränkung ausschließlich auf Ackerland muss untersagt werden.
Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände Rheinland-Pfalz/Saar
1. Der Zukunfts- und Wettbewerbsfaktor Ausbildung
Die agrarische Bildung stellt für die Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände Rheinland-Pfalz/Saar (nachfolgend Landjugend) ein äußerst wichtiges Thema dar. Im Allgemeinen sieht sie die agrarische Ausbildung auf einem guten Niveau, erkennt aber auch Probleme, auf die die Landjugend mit den Forderungen in diesem Positionspapier hinweist, um die Möglichkeit für Verbesserungen zu geben.
Es gibt keine Zukunft ohne bestens ausgebildeten Nachwuchs! Junge, hoch moti-vierte und hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind für eine funktionie-rende, solide, einkommenssichernde und flächendeckende Land- und Weinwirt-schaft unabdingbar.
Gerade vor dem Hintergrund des sehr scharfen Wettbewerbes, der zunehmenden Überalterung, des Strukturwandels, dem extrem hohen bürokratischen Aufwand und des immensen technischen Fortschritts kommt der beruflichen Ausbildung eine Schlüsselfunktion zu, die gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
2. Betriebliche Ausbildung und Ausbilder/innen
Die Landjugend fordert:
· Schulabgänger/innen, die eine Ausbildung im Agrarbereich anstreben, müssen die notwendige „Ausbildungsreife“ mitbringen.
· Die Ausbilder/innen müssen sich als ein sehr wichtiges Element der dualen Ausbildung begreifen und dieser Verantwortung auch gerecht werden.
· Eine kontinuierliche und verpflichtende Förderung, Weiterbildung und Coaching der Ausbilder/innen, z.B. durch einen wiederkehrenden „Tag der Ausbildung“ (zwei bis dreijähriger Turnus) schärft das Bewusstsein hierfür.
· Die Einführung einer Evaluation der Leistung der Ausbilder/innen und eine jährliche Prämierung des/der „Ausbilders/in des Jahres“ durch LWK, Bauern- und Winzerverbände und Landjugendverbände (oder Bildungsausschuss der LWK) belohnt besondere Verdienste von Ausbildern/innen.
· Den Abschluss eines verbindlichen Tarifvertrages für die Grünen Berufe mit einer angemessenen Vergütung der Leistungen der Auszubildenden.
3. Förderung von „Soft-Skills“
Die Anforderungen beruflicher Tätigkeit sind mehr denn je von persönlichen und sozialen Kompetenzen, wie Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Kritikfähig-keit und mündliche Ausdrucksfähigkeit geprägt. Die Landjugend fordert die zunächst modellhafte Durchführung von speziellen Trainingskursen, insbesondere zu Beginn der Ausbildung, die den Zusammenhalt und den Lernfortschritt sowie die Kommunikation in den Klassen fördert. Hier ist ein modellhaftes Angebot durch die Landjugend bei geklärter Finanzierung vorstellbar.
4. Verbesserung und Anpassung der Ausbildung
Im Zuge einer Ausbildung ist es von immenser Bedeutung, unterschiedliche Betriebe kennen zu lernen. Es ist sehr sinnvoll, differenzierte Wirtschaftsweisen in unter-schiedlichen Regionen Deutschlands kennen zu lernen. Um den Auszubildenden einen problemlosen Wechsel von einer Berufsschule zu einer anderen Berufsschule zu ermöglichen, muss bundesweit ein einheitlicher Lehrplan geschaffen werden.
Deshalb fordert die Landjugend die Abschaffung des Föderalismus im landwirt-schaftlichen Bildungsbereich. Die Rahmenvorgaben vom Bund müssen in allen Bundesländern gleichermaßen umgesetzt werden, damit sich die Jugendlichen endlich „grenzenlos“ bilden können.
Die Landjugend fordert
· Die Auszubildenden müssen drei Jahre Fremdausbildung absolvieren. Es darf keine Ausbildung mehr im elterlichen Betrieb erfolgen.
· Eine Stärkung des Praxisbezuges des Berufsschulunterrichtes soll durch Fachexkursionen, Fachgespräche und „Fremdreferenten“ erreicht werden.
· Auszubildende sollten auch über den „Tellerrand“ schauen können, und es sollten ihnen auch kulturelle Angebote außerhalb der agra-rischen Ausbildung angeboten werden.
· Die Teilnahme am Berufswettbewerb der deutschen Landjugend soll verpflichtend sein.
· Die überbetriebliche Ausbildung in höchster Qualität (DEULA, Neumühle) soll beibehalten bleiben.
· Ein vollständiges und qualifiziertes Lehrpersonal für umfassende Ausbildung (Minimierung des Unterrichtsausfalls) gemäß Schulgesetz (13 Wochen) muss selbstverständlich sein.
· Die Einführung von Blockunterricht (falls noch nicht praktiziert) zur Erzielung eines nachhaltigen Bildungserfolges sollte schnellstens umgesetzt werden.
· Durch die Einbeziehung des betrieblichen Zeugnisses und des Berichtsheftes in die Abschlussprüfung (Stichwort „gestreckte Abschlussprüfung“) würde mehr Praxisnähe hergestellt.
5. Differenzierung der Ausbildung entsprechend dem Leistungsstand
Die berufliche Ausbildung in Landwirtschaft und Weinbau muss zunächst eine Grundlagenvermittlung in allen landwirtschaftlichen bzw. weinbaulichen Bereichen beinhalten. Dies gilt für die betriebliche Ausbildung als auch für den Unterricht in der Berufsschule. Es ist uns bewusst, dass sich die landwirtschaftlichen und weinbaulichen Betriebe zunehmend spezialisieren, dennoch muss eine einseitige Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten verhindert werden. Die Möglichkeit der Spezialisierung in der Abschlussprüfung wird unterstützt.
Um der sehr unterschiedlichen Leistungsfähigkeit der Auszubildenden innerhalb einer Klasse gerecht zu werden, fordert die Landjugend in der Berufsschule ein Anreiz- und Fördersystem mit einer Differenzierung in A- und B-Kurse in den wichtigsten Fächern, wie z. B. Mathematik, Tierische Erzeugung und Pflanzliche Erzeugung, Kellerwirtschaft und Außenwirtschaft mit der Möglichkeit, problemlos entsprechend der Leistung zu wechseln.
Besonders leistungsschwache Schüler/innen sollten ein verpflichtendes zusätzliches Angebot über den regulären Unterricht hinaus bekommen, um das Niveau insgesamt anzuheben. Hier sind pädagogisch besonders geschulte Lehrer/innen unabdingbar.
6. Verbesserung der Kommunikation zwischen Schule, Ausbildungs-betrieb und Eltern der/des Auszubildenden
Die Landjugend fordert:
· Die Einführung von „Elternabenden“, bei denen Ausbilder/innen, Auszubildende, Eltern und Lehrer/innen zusammen kommen.
· Den verstärkten Einsatz von Ausbildungsberater/innen als Mittler und ausbildungsbegleitende Hilfe, die die Auszubildenden regelmäßig auf den Betrieben besuchen. Mit dem bestehenden Verhältnis der Zahl der Auszubildenden pro Ausbildungsberater/in ist dies überhaupt nicht möglich (derzeit bei Landwirt/Pferdewirt/Splitterberufe: 146 Azubis pro Berater/in, Winzer 280 Azubis pro Berater/in, Gärtner 467 Azubis pro Berater/in, Forstwirt 316 Azubis pro Berater/in).
7. Fazit:
Die landwirtschaftliche Ausbildung muss das Ziel haben, für junge Menschen eine gute Basis für die spätere eigenständige Arbeit im Betrieb unter Markt- und Wettbe-werbsbedingungen zu legen. Den Auszubildenden muss bereits in der Berufsaus-bildung vermittelt werden, dass eine lebenslange Bildung notwendig ist, um beruf-lich erfolgreich zu sein. Junge Menschen sind in der Ausbildungsphase an den Wert ehrenamtlicher Arbeit heran zu führen. Ehrenamtliches Engagement kann nur funktionieren, wenn es auf Akzeptanz und Unterstützung seitens der Berufsschulen und Betriebe stößt.
Den Auszubildenden muss die Möglichkeit gegeben werden, sich in weitergehenden Bildungsmaßnahmen persönlich fortzubilden. Es ist wichtig, dass auch Betriebsleiter
/innen und Ausbilder/innen Verständnis für die Notwendigkeit von Bildungsmaß-nahmen haben. Nur, wenn in die eigene Qualifizierung ein entsprechend starker Wille und auch die notwendige Zeit investiert werden, kann eine Bildungsmaßnahme zum Erfolg führen.
Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände Rheinland-Pfalz/Saar
Karl-Tesche-Str. 3
56073 Koblenz
Dokumentation des Jugendzukunftskongresses vom 20.10.2008
Über 150 Jugendliche und junge Erwachsene aus verschiedenen Regionen des Landes haben auf Einladung der Landjugend und des Landwirtschaftsministeriums beim Jugendzukunftskongress „Wir fürs Land“ in Bingen über ihre Perspektiven im ländlichen Raum diskutiert. Diese gemeinsame Veranstaltung war der Auftakt zur diesjährigen Grünen Woche Rheinland-Pfalz. Die Dokumentation zum Kongress findet Ihr hier.
Stellungnahme der JungwinzerInnen zur Weinmarktreform
Die JungwinzerInnen der Landjugend RheinhessenPfalz haben sich zu einer gemeinsamen Stellungnahme in Bezug auf die Weinmarktreform geeinigt.
Über die Themen:
Eigenständige Weinmarktordnung
Förderung von Weinvermarktung statt Weinproduktion
Zahlungsansprüche (ZA)
Verwendung des Budgets der EU Weinmarktorganisation
Qualitätswein - Tafelwein
Rodung von Rebflächen
Önologische Maßnahmen
Etikettierung von Wein
wurde disktutiert und eine gemeinsame Basis gefunden. Im Positionspapier wird darauf detailliert eingegangen.
Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände Rheinland-Pfalz"Ländlicher Raum"
Erklärtes Ziel der Landjugend ist es, sich im Interesse der JunglandwirtInnen und JungwinzerInnen für stabile politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen einzusetzen, aber auch im Interesse aller Jugendlicher für den Erhalt von Lebe- und Bleibeperspektive in den Ländlichen Räumen einzutreten.
Die Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände hat zu diesem Grundgedanken ihre Positionen für Rheinland-Pfalz erarbeitet; unsere Heimat braucht gute politische Rahmenbedingungen, um die Dörfer und Kleinstädte, mit starkem Bezug zu Land- und Forstwirtschaft, dauerhaft für die Menschen in den Ländlichen Räumen attraktiv zu halten.
Reaktionen aus der Politik:
Frau Ute Granold, MdB, schreibt:
Velen Dank für Ihr gemeinsames Schreiben vom 4. Juli 2007, mit dem Sie mir das Positionspapier „Ländlicher Raum" der Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände übermittelt haben. Ebenfalls am 4. Juli hat die Koalition einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der die Bundesregierung dazu auffordert, eine integrierte und ressortübergreifende Strategie zur Weiterentwicklung der ländlichen Räume zu entwickeln (Drs. 16/5956).
Den ländlichen Räumen kommt in Deutschland eine immense Bedeutung als Lebens- Wirtschafts- und Naturraum zu. Ungefähr 65 Prozent der Deutschen leben außerhalb von Großstädten. Von 3,5 Mio. Wirtschaftsbetrieben befindet sich der überwiegende Teil in Gemeinden und Mittelstädten in der Fläche.
Von der Bundesregierung erwartet die CDU/CSU-Bundestagsfraktion die politische Koordinierung für eine nationale Strategie zur Förderung und Entwicklung der ländlichen Räume. Gemeinsam mit den Bundesländern muss dazu ein sektor- und ressortübergreifender Politikansatz gewählt werden. Integrierte und bereichsübergreifende Konzepte, insbesondere die Gemeinschaftsaufgabe „Agrarstruktur und Küstenschutz" und die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" müssen zur Entwicklung der ländlichen Räume weiterentwickelt werden. Die Maßnahmen des Bundesverkehrswegeplanes für eine bessere verkehrliche Erschließung des ländlichen Raums gilt es zügig umzusetzen. Parallel dazu setzen sich CDU und CSU auch auf europäischer Ebene im Rahmen der Weiterentwicklung der bewährten EU-Förderpolitiken für die Stärkung der ländlichen Räume ein.
Ich werde die in Ihrem Positionspapier angesprochenen Aspekte – soweit sie noch nicht berücksichtigt sind - in die Diskussionen im Rahmen der weiteren Beratungen einfließen lassen. Sollten sich darüber hinaus noch weitere Fragen ergeben, werde ich gerne auf Ihr Angebot zurückkommen und mich mit Ihnen in Verbindung setzen.
Mit freundlichen Grüßen
Ute Granold MdB
Ralf Göbel, MdB, schreibt:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich danke Ihnen für die Übersendung Ihres Positionspapiers, in dem Sie viele interessante Aspekte für die Weiterentwicklung, aber auch Stabilisierung des ländlichen Raumes formulieren.
Ein besonderes Anliegen, das ich gerne weiter aufgreife, ist die Innenentwicklung der Dörfer in Rheinland-Pfalz. Hier besteht Handlungsbedarf auch auf der Ebene des Bundes. Wir brauchen gute bauplanungsrechtliche Instrumente, um einer Verödung der Dorfkerne entgegenzuwirken. In diesem Sinne habe ich die zuständigen Berichterstatter meiner Fraktion gebeten, sich dieser Thematik besonders anzunehmen.
Ich hoffe, dass das Positionspapier bei der Fortschreibung des LEP eine nachhaltige Berücksichtigung findet und werde meine Landtagskollegen bitten, die von Ihnen formulierten Positionen in der Debatte zu berücksichtigen.
Freundliche Grüße
Ralf Göbel MdB
Frau Christine Schneider, MdL, schreibt:
........
vielen dank für die Übersendung Ihres Positionspapiers zur Entwicklung und Stärkung des ländlichen Raumes.
Ich finde es bemerkenswert , dass sie sich nicht nur über die Zukunft der Landwirtschaft und des Weinbaus Gedanken gemacht haben, sondern den ländlichen Raum als Ganzes bewertet haben und Ideen zur Weiterentwicklung aufzeigen.
Wir hatten ja bereits bei der „Grünen Woche" in Berlin darüber nachgedacht, uns einmal ohne große Tagesordnung zusammen zu setzen. Vielleicht könnten wir dies ja in den nächsten Wochen einmal angehen.
Mit herzlichen Grüßen
Christine Schneider, MdL
Dr.Thomas Gebhart, MdL, schreibt.....
......
Mit großem Gewinn und hohem Interesse habe ich Ihr Positionspapier gelesen und ich freue mich, dass sich die Landjugendverbände mit großem Engagement für die Entwicklung des Ländlichen Raumes einsetzen und eine gemeinsame Position der rheinland-pfälzischen Jugendverbände erarbeitet haben.
....
Gerne leite ich Ihnen in der Anlage das Positionspaier der CDU Farktion zum Thema "Ländlicher Raum" zu, das unsere Satndpunkte verdeutlicht und Wege aufzeigt, wie Ihrem Anliegen, den Ländlichen Raum für die Menschen dauerhaft attraktiv zu gestalten, entsprochen werden kann.
Den gesamten Brief kann man hier nachlesen.
Frau Schleicher-Rothmund, MdL, schreibt:
.......
Ihr Postionspapier habe ich an die Arbeitskreise Landwirtschaft und Weinbau sowie Wirtschaft und Verkehr zur Beratung weitergeleitet.
Gerne kommen wir auf Ihr Angebot eines persönlichen Gesprächs zurück und schlagen Ihnen deshalb einen Termin mit dem Arbeitskreis Landwirtschaft und Weinbau der SPD-Landtagsfraktion nach der parlamentarischen Sommerpause vor.
.....
Den gesamten Brief kann man hier nachlesen.
Frau Kohnle-Gros, MdL, schreibt:
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für die Übersendung des Positionspapiers Ihrer Arbeitsgemeinschaft. Ich habe das Papier mit großem Interesse gelesen und finde darin genau das, was mich und uns im Landkreis Kusel beschäftigt.
Ob es die Verkehrsanbindung oder der schnelle Internet-Anschluss ist, Tourismus oder Angebote für Kinder, alte Menschen oder Kranke und Behinderte, ja die Familien insgesamt, wir aus den ländlichen Räumen müssen unsere Interessen vertreten. Es kann nicht sein, dass - wie es im LEP IV - anklingt, nur noch die Räume entwickelt werden, die sowieso schon gute Chancen haben.
Die CDU-Landtagsfraktion wird sich mit dem Papier noch ausführlich beschäftigen.
Mit freundlichen Grüßen aus der Westpfalz
Marlies Kohnle-Gros
Höhere Getreidepreise - höhere Brötchenpreise?
(AK Agrar) Wie wir alle den Nachrichten der vergangenen Tage entnehmen konnten steigen die Preise für unser Brot. Grund dafür seien die gestiegenen Getreidepreise. Kann dies allerdings der Grund dafür sein?
In den vergangenen 50 Jahren etwa mussten die Bauern immer wieder erleben, dass für Ihre Produkte immer weniger erlöst wurde. Zu Beginn der 80er Jahre konnten Landwirte für 1dt Weizen rund 25.- € erlösen. Im letzten Jahr zum Beispiel lag der Preis bei nicht einmal 10.- € je dt. In diesem Jahr werden rund 2.- €/dt mehr bezahlt. Kaum macht der Getreidepreis einen kleinen Schritt aus dem Preistief, nimmt dies das Bäckerhandwerk zum Anlass die Brötchenpreise anzuheben.
Doch was kostet der Rohstoff Weizen zum Beispiel in einem Baguette? Nicht einmal 4 Cent! Folglich dürfte die derzeitige Preissteigerung bei Weizen zu einer maximalen Preissteigerung von 0,5 Cent führen. Bei Brötchen kann man im Schnitt davon ausgehen, dass aus 1dt Weizen etwa 2000 Brötchen gebacken werden. Legt man eine Preissteigerung von 2,50.- €/dt nun auf diese Zahl um so ergibt sich ein Mehrpreis von 0,13 Cent pro Brötchen! Von einer gerechtfertigten Preissteigerung kann also nicht die Rede sein – oder sind Ihre Brötchen seit 1980 schon einmal günstiger geworden?
Ehrenamtszeugnis für Landjugendliche
Ihr engagiert Euch ehrenamtlich in der Landjugend?
Holt Euch hier den Antrag auf Ausstellung eines Ehrenamtszeugnisses.
Das Zeugnis wirkt sich positiv bei der Bewerbung um einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz oder den Wiedereinstieg in einen Beruf aus.
Das Ehrenamtszeugnis erhält wer:
- Mitglied der Landjugend RheinhessenPfalz, oder einer ihrer Untergruppierungen ist
- freiwillig, ehrenamtlich in der Landjugend tätig ist.
Bürokratieabbau jetzt!
Bereits seit vielen Jahren wird intensiv über das Thema Bürokratieabbau diskutiert. Bisher jedoch leider ohne nennenswertes Ergebnis.
Aus diesem Grund hat der Deutsche Bauernverband gemeinsam mit den Landesbauernverbänden die Kampagne „Bürokratie-Abbau – Jetzt“ ins Leben gerufen. Wir als Landjugend unterstützen diese Aktion.
Unsere Mitglieder sind aufgerufen, bis zum 30. April 2006 praktische Vorschläge zum Bürokratieabbau einzureichen. Aus diesen Vorschlägen, die bundesweit von allen Landesbauernverbänden gesammelt werden, wird ein „Schwarzbuch“ zusammengestellt, welches der EU-Kommission, der Bundesregierung und den Ländern übergeben wird.
Landjugend in Gremien des Bauern- und Winzerverbandes vertreten
Die Landjugend RheinhessenPfalz vertritt die Interessen der JunglandwirtInnen und JungwinzerInnen im Verbandsgebiet. Zu dieser Interessensvertretung gehört auch, dass sich junge Winzer und junge Landwirte in den Gremien des Bauern- und Winzerverbandes engagieren.
Kreis Kaiserslautern | Andreas Diehl | Wiesenbergerhof, 67685 Erzenhausen | ||
Kreis Donnersberg | Anna Schückler | An den Eichen, 67806 Rockenhausen | ||
Kreis SÜW | Thomas Reeb | St. Klarastr. 50, 67373 Dudenhofen | ||
Kreis AZ-WO | Florian Schmitt | Kirschstrasse 24, 55288 Spiessheim | ||
Kreis MZ-BI | Eva Vollmer | Niederolmerstr. 65, 55129 Mainz-Ebersheim | ||
Kreis Südwestpfalz | Martin Schunk | Contwiger Str. 3, 66482 Zweibrücken | ||
Kreis GER | Stefan Bohlender | Kreuzgasse 40, 76872 Steinweiler | ||
Kreis DÜW | N.N. | |||
Kreis LU | Stefan Schwalb | Altleiningerstrasse 29, 67310 Hettenleidelheim | ||
Kreis Kusel | Marcel Müller | Hochweg 10, 66871 Körborn |


